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Maschinen rosten, altern aber nicht

Authors/others:Funk, Michael
Abstract:Dass Roboter in Alten- und Pflegeheimen kräftig mit anpacken werden, ist keine gewagte Prognose. Warum aber beschäftigt uns dieses Thema so sehr?Roboter, die durch die Gänge flitzen, das Pflegepersonal mit kleineren oder größeren Hilfsarbeiten unterstützen und womöglich auch noch Alleinunterhalter sind: Kaum eine Veranstaltung zu den gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit lässt diese Technikvision außen vor. Selbst jene, die sich seit Langem mit dem Thema beschäftigen, fragen sich: Warum ist das so? Schließlich sind doch auch andere Entwicklungen irgendwie außer Rand und Band – denken wir etwa an die synthetische Biologie und das künstliche Erschaffen von einzelligem Leben im Labor. Vielleicht sind damit verbundene Ängste und Hoffnungen zu abstrakt? Wer weiß schon, was es mit einer „Fusion-PCR“ und „Oligonukleotiden“ auf sich hat? Gelenkschmerzen aber kennt jeder. Hier berühren uns Pflegeroboter konkreter als andere neue Technologien, in Momenten der Krankheit und Sorge. Sie fordern uns heraus, in den Spiegel zu sehen.Und manche Techniker unternehmen enorme Anstrengungen, um uns mit „Humanoiden Robotern“ einen Spiegel vorzuhalten. Von außen erscheinen diese Geräte menschlich, mit Kopf, Armen und Beinen, sprechend und mit künstlicher Haut. Trotzdem zeigen die Roboter auch Grenzen der Technik: außer Rand und Band, aber doch nicht dem Menschen gleich.
Language:German
Number of pages:1
Date of publication:28.7.2016
Publication Type:Newspaper/Magazine article
Portal:https://ucris.univie.ac.at/portal/en/publications/maschinen-rosten-altern-aber-nicht(4a81fe82-e34f-4f80-8976-b732ca8e5234).html